Radio Zwickau

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Du kannst dich nicht ewig im Haus verkriechen. Du musst mal an die frische Luft. Du musst. Du musst. Ich muss überhaupt nichts. Außerdem melden wir dich in einer öffentlichen Schule an. Privatunterricht ist völlig überflüssig. Hörst du mir eigentlich zu? Immer noch der alte Dickkopf. Du solltest lieber lernen. Alles verstaubt. Was soll das denn? Raus aus den Federn! Wir haben einen wunderschönen Morgen. Hustet wie ein alter Mann. Wir fahren heute zusammen ans Meer. Die frische Luft wird dir gut tun. Ich zieh mich nur noch schnell an. Glaubst du, ich bin verrückt? Die Sonne bekommt mir nicht. Außerdem fühle ich mich müde und krank. Aber das ist dir ja egal. Wenn ich draufgehe, bist du schuld! Tief durchatmen! Findest du es nicht aufregend? Dieser herrliche Geruch. Dieses Gezwitscher der Vögel. Ich liebe die Natur. Was wächst denn hier? So was habe ich lange nicht gesehen. Wunderbar! Komm her und riech mal. Es duftet wie Parfum. Wunderbar. Na sowas! Sieh dir das an! Hier steht ein kleiner Pilz. Mit bester Empfehlung von Mutter Natur. Schmeiß ihn weg! Er ist bestimmt giftig. Oh, nicht doch. Fass mich nicht an mit der Hand! Hast sogar Angst vor deinem eigenen Schatten. Wenn es keine Angsthasen gäbe, gäbe es keine Helden. Lass uns nach Hause gehen. Ich fühle mich wirklich beschissen und ich bin todmüde. Du bist nicht müde, sondern aus der Übung. Die gute Edmilia hat dich total verhätschelt. Arme Edmilia. Edmilia, Edmilia. Lass uns nach Hause gehen. Mir fällt ein, dass es hier giftige Schlangen geben soll. Davor hast du doch immer Angst gehabt. Nein! Wie schmeckt dir das Filet? Ich war in drei verschiedenen Metzgereien, bis ich es gefunden hatte. Ach, iss doch! Es muss dir einfach schmecken. Ich hab mir so viel Mühe gegeben. Ich hatte keine Ahnung, dass du außer zeichnen auch noch kochen kannst. Das überrascht dich, was? Und wie, ich bin ganz weg. Vielleicht ein bisschen zu blutig. Finde ich nicht. Ich habe gehört, es ist gesund. Und fertig! Sehr gut. Bist du satt? Schon drei Kilometer. Na sieh sich einer diese Schwachsinnigen an. Vollidioten! Nicht zu fassen! Eins, zwei, drei. Vier, fünf Kilometer. Und jetzt komme ich raus aus Civitavecchia. Ziel ist die Lagune. Und jetzt sprinte ich los. Weiter, weiter, weiter! Los, ich werde sie alle bezwingen! Was machst du da? Wir lassen das hier alles umbauen. . Dort hinten richte ich mein Studio ein. Und auf der anderen Seite einen Raum für unsere Gymnastik. Und die Möbel? Habe ich alle verkauft, heute Morgen. Warum hast du mich nicht gefragt? Hast du sehr an den Möbeln gehangen? Nein. Nicht besonders. Sag mal, brauchst du Geld, Emilio? Geld interessiert mich nicht. Hübsches Mädchen. Ist sie deine Freundin? Wer? Wer schon? Ich kenn sie nicht mal. Wieso? Sie wohnt doch im Haus gegenüber. Für mich ist das sehr weit weg. Mein armer kleiner Bruder. Hast du irgendwo meine Schere gesehen? Sehr naturgetreu der Film, stimmt’s? Na wenigstens interessierst du dich ein bisschen für Kultur. Nackte Körper sind etwas ganz Natürliches. Hier sieht es aus wie in einem Schweinestall. Weißt du, was wir machen? Die ganzen Hefte kommen in die Bibliothek. Und das nächste Mal räumst du dann selber auf. Das ist eine gute Übung. Hör jetzt auf mit diesem blöden Licht! Hör du lieber auf, mir nachzuspionieren, um mir Vorschriften zu machen. Gedicht Nummer . Wer dich kennt, oh blonde Frau, den Teufel hat gesehen, in deinem heißen Schoß. Hör auf, Patrizia! Ich kann nicht mehr! Na gut. Ruhen wir uns eben aus. Findest du nicht, dass du dich zu sehr gehen lässt? Du musst einfach lebendiger werden. Aktiver. Du bist einfach zu schlapp, mein geliebter Bruder. Du schließt dich hier ein, tust nichts und lässt niemanden an dich heran. Ich weiß genau, wie ich leben will, und dazu brauche ich keine anderen Menschen. Bist du da ganz sicher? Nein. Ich bin nicht sicher. Aber es ist einfach zu gefährlich zu leben. Was hast du gesagt? Ich hab gesagt, es ist zu gefährlich. Man könnte sterben, verstehst du, was ich meine? Mit dem Motorrad zum Beispiel. Wieso gerade mit dem Motorrad? alleine in diesem Jahr. Wir alle denken an den Tod. Der Gedanke daran ist ein Teil unseres Lebens. Aber man darf es nicht übertreiben. Du bist geradezu verliebt in alles Negative. Aber das Leben ist voller Schönheit, voller Überraschungen. Man muss sie nur sehen wollen. Andere Leute treffen. Gib dir doch ein wenig Mühe. Was kann da draußen schon so schön sein, das sieht man doch alles im Fernsehen. Rede doch kein Blödsinn. Im Fernsehen siehst du nur einen kleinen Teil der Realität. Da draußen ist etwas, was mir Angst macht und mich anekelt. Ich bin sicher, wenn ich rausgehe, passiert etwas Furchtbares. Das Schlimmste, was dir passieren kann, ist, dass du dich weiter hier einschließt. Glaubst du denn, mir macht es Spaß? Wirklich nicht. Ich würde so gerne ein Mädchen küssen. Oder mit anderen herumalbern. Was willst du? Nichts. Es ist ziemlich warm draußen, und da wollte ich dich fragen, ob wir vielleicht zusammen ans Meer fahren. Heute würde ich mich lieber ausruhen, Emilio. Hab verstanden. Dann ruh dich aus. Keine Gymnastik mehr, kein Tanzen mehr, gar nichts mehr.



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