Radio SWR1 BW

Radio SWR1 BW, Radio SWR1 BW hören, Webradio Radio SWR1 BW Internetradio

Fügen sie ihre Website.

Nein, das hab ich einkalkuliert. Aber wenn es eintrifft, ist das noch mal was anderes. Aber es ist möglich, dass die jetzt erst merken, dass Sie nicht da sind. Ja, möglich ist es. Offensichtlich habe ich mich heute Morgen nicht um mein Aussehen gekümmert. Wie hat sie reagiert? Relativ ruhig? Sie ist relativ ruhig. Weiß Sie etwas über die Sache? Sie hat keine Ahnung. Und ich meine Das ist kein gutes Gefühl, aber es ist die einzige Möglichkeit, sie zu schützen. Haben Sie gesagt: „Ich muss weg, aber frag nicht, warum“? Ich bin einfach verschwunden, als sie im Urlaub war. Ich hab ihr eine Nachricht hinterlassen, dass ich beruflich unterwegs bin. Das ist in meiner Branche nicht ungewöhnlich. Lassen Sie mich ein paar Fragen stellen. Können die rausfinden, was Sie alles mitgenommen haben? In groben Zügen irgendwie schon, aber nicht Nicht genau. Richtig. Ich habe ein sehr großes Netz ausgeworfen. Die kriegen einen Herzinfarkt, wenn sie merken: „Er hatte Zugriff auf alles!“ Die werden nicht genau wissen, was ich getan habe. Wahrscheinlich werden sie sich ein bisschen beruhigen, auch wenn sie natürlich nicht begeistert sein werden, wenn sie sehen, dass die Storys einem Trend folgen. Es geht ja nicht um eine Liste aller Mitarbeiter. Ich glaube auch, dass sie extrem paranoid sein werden. Sie werden vom schlimmsten ausgehen. Dadurch werden sie auf eine Weise reagieren, die nicht gerade vernunftgesteuert ist. Andererseits glaube ich, dass sie momentan nicht viel tun können. Das sehe ich auch so. Ich hatte ja Zeit, ein Szenario zu entwerfen, das uns allen ein Mindestmaß an Schutz gewährt. Allen Beteiligten. Als Journalist, oder weil die US-Justiz keinen Zugriff hat. Wir haben also etwas Zeit, bevor sie richtig fies werden können. Die brauchen ein paar Wochen, bis ihre Anwälte sagen: „Wie können wir diese Situation zu unserem Vorteil auslegen?“ Das tun sie ja ständig, ob bei Drohnen oder Abhöreinrichtungen. Sie beziehen sich dann einfach auf ein Gesetz von . Aber das kostet Zeit. Viel Zeit. Außerdem Je mehr wir an die Öffentlichkeit gehen, desto besser sind wir geschützt. Haben Sie schon überlegt, wann Sie sich outen wollen? Ich bin bereit, sobald sich meiner Ansicht nach alle einig sind, dass es die Veröffentlichung nicht beeinflusst. Das ist mein Hauptanliegen. Ich möchte mich selbst nicht zum Thema machen, bevor es sowieso passiert. Ich will nicht von den Storys ablenken. Ich veröffentliche mit Barton Gellman die zweite Story in der „Washington Post“. Der „Guardian“ berichtet kurz darauf über dasselbe NSA-Programm. Ein weiterer explosiver Artikel, diesmal in der „Washington Post“, über ein weiteres US-Überwachungsprogramm. Laut „Washington Post“ und „Guardian“ haben NSA und FBI direkten Zugriff auf die Server von neun führenden Internetfirmen, darunter Microsoft, Yahoo, Google, Facebook, AOL, Skype, YouTube und Apple. Es geht um Audio-‚ Video- und Fotodateien, E-Mails, Dokumente und Verbindungsdaten. Analysten können damit Bewegungsprofile und Kontaktlisten erstellen. Diskutieren wir über diese Enthüllung. Bill Binney, Sie waren bei der NSA und haben wütend gekündigt. Sie sind als Whistleblower bekannt Was halten Sie von der Story? Es ist die Fortsetzung der gängigen Praxis. Sie sind nicht erstaunt? Wer streut diese Info? Ich weiß es nicht. Die Regierung wird sicher fahnden. Nicht nach dem Urheber des Programms, sondern nach dem Informanten. Es schockiert mich nicht, dass die Finnen es abstreiten. Glauben Sie ihnen? Vielleicht können sie aus Technikgründen sagen.‘ „Wir kooperieren nicht aktiv. “ Oder.“ „Nach unserer Definition haben sie keinen direkten Serverzugang. “ Aber ich hatte Gespräche mit mehreren Personen, die am Schreibtisch saßen und Befehle in ein Web-Portal eintippten. Sie hatten Zugang zu den Servern. Egal wie man das nennt… Jedenfalls passiert es. Ich nenne das den größten Verstoß gegen die amerikanischen Bürgerrechte. Die „New York Times“ sagt jetzt schon, die Regierung habe jegliche Glaubwürdigkeit verloren. Die „N.Y. Times“ greift Obama deswegen an. Das tat sie auch mit Bush, als er das Land schützte. Ich will nicht, dass wir erneut getroffen werden. Wir haben es in Boston gesehen: Die Leute sind bereit, Rechte zu opfern. Sie suchten Schutz Wie kann man an die Freiheit glauben …? Spielen Sie den Advocatus Diaboli. Es gibt geheime Gerichte, Geheimprogramme wie PRiSM, geheime Ermittlungen bis in den letzten Winkel der Privatsphäre aller US-Bürger, ohne dass irgendwer davon erfährt Das ist doch keine Freiheit. fiel die Genehmigungspflicht weg. Sie gift nur noch für Gespräche zwischen US-Bürgern auf US-Territorium. Für Gespräche zwischen Ausländern im Ausland ist keine Genehmigung mehr nötig. Das gilt auch, wenn Amerikanerin den USA mit Leuten sprechen, von denen man annimmt, dass sie im Ausland sind. Das wird nicht überprüft. Niemand schaut der NSA über die Schulter. Die können sich nehmen, was sie wollen. Das geschieht im Verborgenen, und wer es enthüllen will wird bedroht. Selbst wenn sie Gesetze brechen, werden wir es kaum erfahren, solange es keine echte Transparenz für das Regierungshandeln gibt. Glenn Greenwald noch mal Gratulation zur Enthüllung dieses Skandals. Ich habe gerade Nachricht von Lindsay bekommen. Zum Glück lebt sie noch und ist in Freiheit. Meine Mietzahlungen kommen nicht mehr bei meinem Vermieter an. Wenn wir in fünf Tagen nicht zahlen, werden wir zwangsgeräumt. Das ist seltsam, weil ich eigentlich einen Dauerauftrag eingerichtet habe. Außerdem stehen in meiner Straße überall Baufahrzeuge. Ich frag mich, was die da suchen. Es ist schon ein komisches Gefühl. Man kann es schlecht beschreiben oder in Worte fassen, aber wenn man nicht weiß, was am nächsten Tag passiert Das ist beängstigend, aber gleichzeitig auch befreiend. Die Planung fällt leichter, weil man weniger Variablen berücksichtigen muss. Man kann nur handeln und dann wieder handeln. Die Telefonate werden digital gespeichert nicht wegen ihres Inhalts, sondern wegen der Gesprächspartner. Die Regierung zapft direkt die Server der Internetfirmen an. Wie will die Regierung begründen, dass dies der Sicherheit dient und kein dramatischer Eingriff in die



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.