Radio Rock Antenne 87.9 Fm

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Ich ging zu Jacob Javits, und machte ein Geschäft mit Baumwollpflanzen und allem. „Ja, wir haben Biobaumwolle.“ Alle dachten, dass wir total verrückt sind. Oftmals werden Verbraucher auf Biomilch aufmerksam, oder sie haben eine Allergie. Aber Baumwolle und was sie an ihren Körper lassen, da die Haut das größte Organ des Körpers ist, alarmiert sie nicht. Sie sehen die Verbindung nicht: „Oh, ich esse diesen Bioapfel, deswegen nehme ich nicht direkt Pestizide und Chemikalien auf oder was auch immer der Fall sein mag.“ Sie sehen diese Verbindung mit Kleidung allerdings nicht. Daher muss man sich in diesem breiteren Bereich umsehen. Also die Luft, unsere Welt. Unseren Planeten, die Menschen. Und somit bekommt man das Bewusstsein… Man denkt nicht, dass man direkten Einfluss darauf hat, wenn man ein Biohemd kauft. Aber den Einfluss, den man hat, zeigt sich im Gesamtbild in der ganzen Welt und besonders in der Gemeinschaft, wo die Baumwolle wächst. Wenn der strenge Frost kommt warten wir als Biobauern darauf, weil es wortwörtlich entblättert, die Blätter von den Pflanzen nimmt sodass wenn wir ernten, sich die Kapseln, die reif sind, öffnen und es die Baumwolle freigibt und das passiert abschnittsweise. Diese Maschine, die hier herkommt nennt sich Baumwollpflückmaschine. Es wird so genannt, weil es tatsächlich pflückt, mit einer Art Finger und sie regelrecht alle Kapseln dieser Pflanze pflückt. Wenn man also da rübersieht, kann man die Erntemaschinen sehen, die dort schon alles von den Pflanzen abgesammelt haben. Ich denke, eines der Probleme, die wir im derzeitigen Modell haben, ist, dass es nur um den Gewinn geht. Und es zieht nicht in Erwägung: „Das kostet zu welchem Preis?“ Der Preis der Wasserverschmutzung, der Preis der Arbeitskraft, der Preis der Gitterstäbe auf den Fenstern, dass Menschen sterben wenn ein Feuer in der Fabrik ausbricht, der Preis der Landwirte, die keinen Zugang zur Bildung und Gesundheitswesen haben. Und so haben wir nicht wirklich den wahren Preis berechnet. KANPUR, INDIEN Kanpur liegt am Fluss Ganges, der der heiligste Fluss ist. GRÜNDER Er ist auch sehr wichtig für Millionen Hindus und dient als Lebensader für Nordindien. Dieser Fluss wird verschmutzt und wird von Lederfabriken aus Kanpur zerstört. Mit einer wachsenden Nachfrage nach Materialien wie billigem Leder, ist Kanpur jetzt die Hauptstadt des Lederexports in Indien. Jeden Tag werden hier mehr als Millionen Liter giftiges Abwasser, das aus örtlichen Gerbereien kommt, ausgeschüttet. Starke Chemikalien, wie Chrom-VI, die für die Behandlung von Leder benutzt werden, fließen in die örtliche Landwirtschaft und sogar ins Trinkwasser. An Orten wie Kanpur fern der Sichtweite der Welt können führende westliche Marken billige Materialien beschaffen, während sie sich aus allen Verantwortungen gegenüber den anwachsenden Kosten von menschlicher Gesundheit und Umwelt ziehen. Menschen in dieser Gegend sitzen in der Klemme wegen der Gerbereiverschmutzung. Die örtliche Umgebung ist verunreinigt, ebenso der Grund und Boden. Die einzige Trinkwasserquelle, das Grundwasser, ist mit Chrom verunreinigt. Landwirtschaftliche Produkte, sogar Gemüse und Salat werden dort angebaut. Die Gesundheit der Menschen ist beeinträchtigt. Menschen haben verschiedene Arten von Hautproblemen: Hautausschläge, Geschwüre, Pusteln, sogar Taubheitsgefühl in den Gliedern. Menschen haben Magenerkrankungen, vielleicht haben sie auch Krebs. Meine Tochter leidet an Gelbsucht. Jedes Jahr leiden Menschen in jedem zweiten Haus in dieser Gegend an dieser Krankheit. Sogar meine Frau hatte Gelbsucht. Wie ich vorher gesagt habe, haben viele Menschen dasselbe Problem jedes Jahr. All unsere Ersparnisse gehen in die Behandlung der Krankheiten, weil das Chrom, das im Wasser ist, die Leber direkt angreift. Es verursacht Verdauungsprobleme, viele Menschen können davon Gelbsucht bekommen oder Leberkrebs, wenn wir nicht im Stande sind, Vorkehrungen zu treffen. Man kann die besten Stoffe… STELLVERTRETENDER DIREKTOR …am Luxusmodemarkt in Mailand, Paris oder London finden. Aber es steckt so viel Arbeit dahinter und so viele Chemikalien darin, die Abwässer sind in so viele Flüsse freigesetzt worden. Aber wir sehen zu diesem Zeitpunkt nur das fertige Produkt. Wir müssen Abstand gewinnen und darüber nachdenken. Mode ist heutzutage die zweitmeist verschmutzende Industrie auf der Welt, gleich nach der Ölindustrie. Das besorgniserregende ist, dass Mode nicht nur einen großen Anteil an Bodenschätzen verwendet und gigantische Umweltauswirkungen hervorruft, sondern auch diese Bodenschätze und die Auswirkungen oftmals nicht einmal bemessen sind. Weil es reichlich dieser Ressourcen gab, nahm man an, dass sie ewig reichen würden. GRÜNDER Der Handel lässt sich nicht erklären, weil wir erst seit den er Jahren diese industrielle Ausdehnung zu so einer Quote haben, dass wir anfingen, das exponentielle Wachstum und die exponentielle Verwendung der Bodenschätze zu sehen. Das erste Wirtschaftssystem auf dem unser Leben beruht, ist die Umweltwirtschaft. Natur hat eine Wirtschaft. Diese Wirtschaft ist riesig. Sie ist unzählbar.



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