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Glauben Sie, dass sie einem Verhör standhält? Wahrscheinlich würde sie aus Angst vor Folter sofort gestehen. Justine! Sie haben euch also doch vertrieben. Ja. Wo werdet ihr hingehen? Wir haben eine Tante in London, sie wird sich um uns kümmern. Dafür solltet ihr Gott danken und eure Tante lieben. Es wird uns leicht fallen, sie zu lieben, weil sie reicher ist als wir. Die Güte, die ihr bekommt, wird ohne Zweifel die Güte sein, die ihr verdient habt. Wenn ihr jemals eine Zuflucht braucht, werdet ihr meine Tür offen finden. Danke sehr. Wir möchten einen Stein auf dem Grab haben. Zumindest für Mutter. Um ihretwillen oder um euretwillen? Die Tugend kann in dieser Welt nicht weit reisen ohne die Eitelkeit als Begleiter. Die Kutsche wird nicht länger auf uns warten. Auf Wiedersehen, Pater. Du hast gelogen! Wir haben doch gar keine Tante in London. Pauline wird von einem Adligen ausgehalten. Sie ist glücklicher, als sie es erwartet hat. Aber sie ist nicht verheiratet. Die Ehe bietet solchen Frauen wie uns nichts. Beabsichtigst du so zu leben wie Pauline? Ich sagte dir doch schon, wir haben keine andere Wahl. Wir müssen sehen, dass wir das Beste daraus machen. Wo werden wir denn nächtigen? In einem Gasthaus in der Nähe von Beckshut. Natürlich nur, wenn man uns nicht daran hindert. Uns daran hindert? Diebe, Räuber, ein Überfall. Beckshut hat leider einen schlechten Ruf. Es gibt dort viele Banditen. Ich denke nicht, dass wir Angst haben sollten, da uns ein Offizier beschützt. Wir kennen uns doch nicht, oder sind wir uns schon mal begegnet? Wir haben als Kinder ein Spiel gespielt. Wenn eine Kutsche ankam, versuchten wir die Berufe der Passagiere zu erraten. Und bei einem Offizier lagen wir meistens richtig. Und was war eure nächste Wahl? Ein Geldverleiher. Und dann eine Nonne, ein Mönch oder ein Geistlicher. Und dann? Eine Hure. Lasst uns eine halbe Stunde Pause machen. Ich weiß, es wird nicht mehr lange hell sein, aber ich fürchte, die Pferde müssen sich etwas ausruhen. Sie sagten tatsächlich Hure? Durch die Erziehung meiner Eltern und den Mangel an Gelegenheiten, hätte ich früher so etwas nie gesagt. Und jetzt sind die dabei, Ihren Neigungen freien Lauf zu lassen? In London werden sich Möglichkeiten finden. Ihre Schwester auch? Nein. Justine hat immer großen Wert auf ihre Keuschheit gelegt. Und Sie bewundern sie deswegen? Die Tugend wird gelobt. Aber es ist die Furcht, die einen auf den Pfad der Pflicht führt. Ihr werdet einen Heiligen brauchen, um euch zu beschützen. Leider wird es dunkel werden, bevor wir das Gasthaus erreichen. Wir haben Euch. Ihr werdet für unsere Sicherheit garantieren. Da bin ich. Schläft deine Schwester schon? Ich dachte, Sie würden nicht mehr kommen. Hattest du nicht Hure gesagt? Auf der Suche nach Erfahrungen. Eine jungfräuliche Hure. Und das wird auch so bleiben. Ein Schatz, den ich mir bewahren muss. Und warum bin ich dann hier? Ich habe noch nie einen Mann gesehen. Das lässt sich schnell ändern. In welches Haus willst du gehen, um Unterricht zu suchen? Wir haben einen Empfehlungsbrief an Madame Laronde. Eine meiner ältesten Freundinnen. Ich werde sie bekommen. Selbst wenn es mein ganzes Vermögen kostet. Man hat mir gesagt, dass für Jung- fräulichkeit eifrig geboten wird. Für das Entjungfern eines Mädchens würde jeder Mann in London ein Vermögen zahlen. Ihre beide werdet aus der Laronde eine reiche Frau machen. Treten Sie ein, Monsieur. Los, mach schon. Vielleicht einen Drink, Monsieur? Na los, Pauline. Na, wie gefällt Ihnen unsere kleine Effi, oder hätten Sie gerne eine Französin? Fast noch eine Jungfrau. Eine Französin? Ja. Sehr frisch, sehr sanftmütig. Monsieur kann alles mit ihr machen. Alles, was er will. Oder eine Brünette? Eine Blondine? Ich habe jede Sorte. Da bist du ja! Kümmere dich um ihn, ja, Effi? Sekunde, man wird Sie gleich verwöhnen. Und zwar vom Feinsten. Jedes kleine Spielchen, das er spielen will. Ist das klar, meine Kleine? Ich hoffe, du hast mich verstanden. Na los, geh schon. Geh zur Tür. Julie! Justine! Ich freu mich, euch zu sehen. Endlich! Kommt mit. Habt ihr es euch denn auch genau überlegt? Ja, natürlich. Das ist gut. Madame? Ich bin gleich bei dir. Kommt rein. Kommt rein. Kommt rein. Na das sind aber zwei besonders hübsche Mädchen. Wir wollen sie doch nicht in der Kälte stehen lassen. Na gut, dann folgt mir. Hier entlang, ihr Lieben. Kommt rein. Lasst mich sehen. Lasst mich euch mal ansehen. Das ist ja entzückend. Ganz reizend. Ihr seid ja noch viel hübscher, als Pauline euch beschrieben hat. Und du, meine Kleine, lass sehen, was du zu bieten hast. Bring die Sachen aufs Zimmer. Ja, Madame. Wunderhübsch. Ich liebe solche Art von Vollkommenheit. Wir sind sehr erpicht darauf, von Ihren Künsten unterrichtet zu werden, Madame. Wie alt bist du, meine Schatz? , Madame. Justine ist ein Jahr jünger. Wirklich? Wie süß. Und ihr seid beide noch Jungfrauen? Pauline hat es versprochen. Ja, da hat sie auch Recht, Madame. Ich kenne diese Klöster. Eine von den Nonnen? Dein Beichtvater? Oder einer von den anderen Priestern? So manches arme Mädchen hat sein Potential durch einen geilen Mönch verloren.



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