Antenne Mainz 106.6

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Also tschüs, mein Junge, mach’s gut, oder vielmehr: Arrivederci. Grüß dich! Arrivederci, Antony! (Bosty seufzt) Mir bekommt das Essen in der letzten Zeit nicht. Bist du jeck? Du hast was auf der Brust. Na, essen Sie mal schön, Frau Wibbel. Ach, ich hab keinen Hunger. Es ist schon eins, sie werden ihn doch nicht dabehalten haben! Bei der Schwere des Verbrechens ist das aber anzunehmen. Das ist Verunglimpfmachung alliierter Symbole! (Tür wird geöffnet) Mahlzeit. Ja Was ist? Mahlzeit! Mahlzeit! Sag schon was, Anton! Was denn, was denn? Ach so, ja! Na, Fin, es ist alles gut gegangen. Bloß vier Wochen. Am liebsten hätten die mich ein halbes Jahr eingelocht. Aber da hab ich gesagt: „Kinder, wollt ihr euch denn meine Sympathien ein für allemal verscherzen?“ Das haben sie dann auch eingesehen, und dann haben sie mir nur drei gegeben. Was, drei Wochen? Im englischen Gefängnis soll es aber Gutes zum Essen geben. Ach, du mit deiner ewigen Esserei! Musst du nicht aufs Sträßchen? Ich gehe ja schon. Sagen Sie mal, Meister, wann kommen Sie nun zum Sitzen? Ach, nun hör schon auf und geh! Ich kann nicht hören, wenn du immer davon redest. Ich lege mich ein bisschen hin, wenn’s recht ist. Das Essen, das strengt mich immer so an. Mölfes meint, ich hätte was auf der Brust. Ja, geh nur und leg dich hin. Mahlzeit. Mahlzeit! Mahlzeit! Gute Besserung. Ja Was wird jetzt, Anton? (Anton pfeift) (Vogel pfeift) Du hast gut pfeifen. Weißt du schon, wann du ins Gefängnis musst? Nö, das ist ganz unbestimmt. Vielleicht vergessen die mich, weißt du? Ich würde mir darüber keine Gedanken machen. Am besten machen wir so, als wenn gar nichts passiert wäre. Ja, du kannst das. Für dich kann ich alles. Wo wollen Sie denn hin? Zu Anton Wibbel. Da oben. Danke schön. Ja, das hat mir der Mölfes gesagt! Was Sie nicht sagen! Drei Jahre Gefängnis hat er gekriegt? Er soll gerade noch am Zuchthaus vorbeigekommen sein. Und das Schlimme: Er soll sich gar nichts aus dem Gefängnis machen. Ja, was soll er sich denn auch daraus machen? Er wurde ja nicht mal vom richtigen Gericht verdonnert. War bloß ’n Militärgericht. Gleich zwei Eilbriefe auf einmal? Das ist noch nie vorgekommen. Danke schön. Wiedersehen! Von deiner Großmutter aus Königswinter. Eine Einladung zu ihrem Geburtstag. Sie fühlt sich nicht ganz wohl. Und was ist das? Na, ist auch ’ne Einladung. Vom Gefängnis. Übermorgen schon soll ich antreten. Übermorgen schon? Mhm. Oh Gott, was wird jetzt? Was soll schon werden? Ich sitze meine drei Wochen ab, und dann komme ich wieder gesund und munter. Nee, nee. Aber Finchen! Nun mach doch kein so unglückliches Gesicht. Wird dir mal ganz gut tun, dich drei Wochen von mir zu erholen. Hm, was meinst du? Ach, lass das, mir ist jetzt nicht nach Schmusen zumute. Aber mir, du. Wenn ich drei Wochen hinter Gittern sitze, dann komme ich nicht mehr dazu, hm? Und was wird mit dem Geschäft? Die ganze Arbeit bleibt doch liegen. Na ja, Mattes und Mölfes sind auch noch da. Mattes ist doch nicht der Stärkste. Und Mölfes, der ist stinkfaul. Na, bring den Kerl mal auf Touren.



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