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Der kann doch, wenn er will! Und ob der kann! Dem brauche ich nur ein paar schöne Augen zu machen, dann arbeitet der, als ob ihn die Wespen gestochen hätten. Hast du das mal gemerkt? Na ja, dann muss es eben so gemacht werden. Während ich im Gefängnis sitze? Was bleibt mir anderes übrig? Ich will dir mal was sagen, du! Ich gehe nicht ins Gefängnis. Aber du musst doch! Ich denke nicht daran! Meinst du, ich klebe drei Wochen Tüten, und du poussierst in der Zwischenzeit mit Mölfes? Ach, kommt gar nicht in Frage! Anton, das ist doch nicht dein Ernst! Du gehst nicht ins Gefängnis, nur weil du eifersüchtig bist? Natürlich nicht, Fin. Ich bin gar nicht eifersüchtig. Nicht im Geringsten. Ich gehe nicht wegen Oma. Die steht mir immerhin schließlich näher als irgend so ein wildfremder Gefängnisdirektor. Oma wird übernächste Woche und hat niemand mehr als mich. Das ist vielleicht ihr letzter Geburtstag. Außerdem, wenn ich ins Gefängnis gehe, dann glauben wieder die Tommys, sie können mit uns machen, was sie wollen. Basta. Wo ist der Brief? Gib ihn her! Du bist ja nicht ganz gescheit! Du gehst! Ich gehe nicht. Geh du doch, wenn du mich unbedingt drei Wochen los sein willst! Du hast doch gesagt, du bist nicht eifersüchtig. Bin ich auch nicht. Ich gehe nicht wegen Oma, sagte ich. Für mich soll ins Gefängnis gehen, wer Lust hat. Was heißt denn das? Vielleicht ein anderer? (leise) Ein anderer Das ist ’ne Idee! Köpfchen, was? Dass ich nicht gleich draufgekommen bin. Natürlich ein anderer. Wer? Irgendeiner. Ach! So ’nen Dummen wirst du doch nie finden. Meinst du? Ich hab nämlich schon einen. Den Mattes. Der Junge braucht sowieso mal ein paar Wochen richtige Ruhe und Pflege. Hier, meinen Ausweis kriegt er. Auf den neuen Dingern, die uns die Tommys verpasst haben, ist sowieso kein Bild drauf. Damit geht er zum Gefängnis und sagt: „Ich bin Wibbel.“ Am besten geht er morgen schon hin. Dann hat er’s schneller hinter sich. Willst du nicht vorher mit ihm reden? Ach so, ja. Das müsste ich ja. Am besten heute Abend. Nee, sofort. Soll ich es ihm nicht lieber sagen? Ihr Frauen macht so was viel zu direkt. Das müssen wir Männer machen. Das muss fein diplomatisch angepackt werden. Dafür hab ich gerade das richtige Händchen. Mattes! Mattes, du! Weißt du das Neueste? Was denn, Meister? Du musst ins Gefängnis. Drei Wochen. Wer sagt das? Ich. Was glaubst du, wie viele Menschen dich beneiden werden? Drei Wochen Tommy-Verpflegung, drei Wochen Ruhe und außerdem für jeden Tag noch fünf Mark extra. Und dann die Ehre, du. Denn die Tommys, die lochen nur das Beste vom Besten ein: Generäle, Bürgermeister, Generaldirektoren. Ja, aber ich weiß bloß nicht, warum ich ins Gefängnis soll. Ja, das sage ich dir ja. Aber es muss unter uns Männern bleiben, verstehst du? Ehrenwort? Ehrenwort! Du du darfst für mich ins Gefängnis gehen. Verstehst du? Für Sie? Ja! Ach, dann hab ich nichts verbrochen? Nee. Die Annehmlichkeit hast du noch obendrein. Du sitzt da mit ’ner völlig weißen Weste. Das kann nicht jeder von sich behaupten. Und die fünf Mark pro Tag, die kriege ich von Ihnen?



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