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Na, wenn schon. Es war ja auch kein Grammofon zum Spielen. Es war eins zum Verkaufen. Mahlzeit. (alle) Mahlzeit. Wie ist das, Meister, können wir heute nicht etwas früher Schluss machen? Warum? Weil heute Altweiberfastnacht ist. Ja, geht nur. Ich gehe ja auch. Mit Tilde und Kläre. Die holen mich ab. Sag mal, du hast sie wohl nicht mehr alle, was? Du und Altweiberfastnacht? Warum denn nicht? Ich hab mich doch so darauf gefreut. Auf was denn? Ach, „darauf“, was? Dummes Zeug mit wildfremden Kerlen anstellen und denen die Hosen ausziehen? Was anderes habt ihr Frauen doch nicht im Kopf. Aber Anton! So was hast du mir noch nie gesagt! Fin! Was ist denn? Meine kleine Schnobbel! Mein Schnöbbelchen (Hund bellt) Los, hau rein, Mattes! Ich hab keinen richtigen Appetit. Nun iss mal. Du bist sowieso nicht gerade der Stärkste. Aber Fin, das hab ich doch nicht so gemeint, das weißt du doch! Mir ist bloß die Zunge ausgerutscht. Ab und zu ’n bisschen Freude, ist das so schlimm? Nee, bestimmt nicht. Aber warum gerade an Altweiberfastnacht? Ach, weil das Leben im Moment wirklich kein Vergnügen ist. Das darfst du nicht sagen. Geht doch allen Menschen so. Es wird bestimmt auch mal wieder besser werden. Na, und wir sind doch gesund, guck mal! Hol doch mal die Kaffeekanne! Wir haben uns gern, und eines Tages erben wir bestimmt mal das Häuschen von Oma. Na, ist das nichts? Da steht sie doch. Da ist sie ja. Was fehlt uns noch zum Glück? Kinder! Ach, die kommen auch noch. Warte doch mal ab. Wann? Wenn ich alt und grau bin? Nee. Bestimmt früher. Ach, daran glaube ich nicht mehr. Du darfst nicht immer so den Kopf hängen lassen. Denk an die Frösche! Was für Frösche? Kennst du nicht die Geschichte? Nein. Die, die in die Milchkanne gefallen sind. Sind doch reingefallen, weißt du? Und dann krabbeln sie und krabbeln, um nicht zu ersaufen, bis einer den Mut verliert. Und er sagt: „Hat ja doch keinen Zweck.“ Er hört auf zu krabbeln und geht unter. Aber der andere, der sagt sich: „Ob es Zweck hat oder nicht, ich krabbele.“ Und er krabbelt und krabbelt und am nächsten Morgen, was meinst du? Sitzt er auf der Butter! Und da springt er quietschvergnügt aus der Milchkanne. Ja, und so ein Frosch wie der bist du auch. Bin ich auch! Quak, quak! Ach, um Gottes willen! So einen Optimisten wie dich hab ich noch nicht gesehen. Du kriegst bestimmt mal eins auf den Hut. Nee, das glaube ich nicht. Bin gar kein Mensch, um unglücklich zu sein. Das einzige Unglück, was mir passieren könnte, ist, dass du mich mal nicht mehr gern hast. Das wird dir bestimmt nicht passieren, solange ich lebe. Das schwöre ich dir. Bei was? Bei meinem Leben. Das ist mir zu wenig. Dann bei unseren Kindern. Gut, das genügt mir. Lass dir ruhig Zeit, Mölfes. Wenn Mann und Frau erst anfangen, sich die Meinung zu sagen, dann dauert das mindestens eine halbe Stunde. Ach, bei denen nicht. Die sind erst zwei Jahre verheiratet. Da geht ’ne Versöhnung noch furchtbar fix. Na, ist’s nun wieder gut? Ja, Anton. Alles. Nee, noch nicht alles. Auf die Altweiberfastnacht gehst du trotzdem nicht. Es ist dieses Jahr wieder zum ersten Mal.

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