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Übertreiben Sie nicht. Ich vertrete lediglich wenige Opfer, die meisten haben Angst. Angst vor was? (Tiefer Ausatmer) Was hier passiert, das ist so…so unglaublich skandalös und so komplex, da kann einem schon Angst und Bange werden. Hören Sie: Gundolf Köhler, ein – jähriger Bursche aus Donaueschingen, hat angeblich eine Bombe aus militärischem… aus militärischem Sprengstoff gebaut, ohne Hilfe, ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen, konnte durch alle Sicherheitsnetze hindurch das Attentat auf die Wiesn verüben? Was glauben Sie denn, wie es gewesen ist? Ich will Ihnen keine Vorträge halten. Machen Sie sich Ihr eigenes Bild, wenn Sie wollen. Sie sind doch Journalist. (Straßengeräusche, Surren des Fahrrads) Morgen, Herr Wagner. Grüß Gott. (Leichter Seufzer) (Hund hechelt) HANS LANGEMANN: Und ab! Zum Wohl. Ah, Danke. (Gläser klirren) (Hundegebell) So, dann sag doch mal was. … , . Gut. (Räuspern) Herr Doktor Langemann, was ist der Grundsatz Ihrer Arbeit? Der Nachrichtendienstler…muss mit den Menschen arbeiten. Er kann keinen Druck aufbauen, er muss überzeugen, er muss ihn gewinnen, er muss… ja, wenn man so will, verführen. (Drücken der Aufnahmetaste) (Nummer wählen) Ja, guten Tag, mein Name ist Ullrich Chaussy vom bayerischen Rundfunk. Ich möchte Ihnen gar nichts verkaufen… Sie sind ja Zeuge des Anschlages vom Oktoberfest… Okay… (Hörer fällt auf die Gabel) ULRICH CHAUSSY: Entschuldigung, dass ich Sie störe, aber Sie sind ja Zeuge des Anschlages vom Oktoberfest und ich wollte Sie fragen, ob Sie sich mit mir unterhalten würden? (Nummer wählen) Ihr Name würde auf gar keinen Fall erwähnt werden… (Tiefer Atmer) Das Ergebnis der Bundesanwaltschaft wirkt auf einige Leute etwas seltsam. Das ist kategorisch. WERNER WINTER: Böse Zungen werfen Ihnen fragwürdige Methoden vor, Beeinflussung von Zeugenaussagen, Einschüchterung sogar. Also von Einschüchterung kann nun wirklich keine Rede sein. Wir haben die Aussagen der Zeugen lediglich mehrmals überprüft. Manchmal muss man eben ein bisschen tiefer bohren, um an die Wahrheit zu kommen. (Kleiner Lacher) Das menschliche Gedächtnis ist erschreckend mittelmäßig. Frau Lehmann, Entschuldigung, dass ich Sie störe, aber Sie sind Zeugin des Oktoberfestattentats und ich wollte Sie fragen, ob Sie bereit wären, mit mir zu sprechen? Ich mache eine Recherche über die Hintergründe des Attentats. Herr Werner Dietrich hat mir Ihre Nummer gegeben. ULRICH CHAUSSY: Ich würde mich gerne direkt auf der Theresienwiese mit Ihnen treffen. Chaussy, guten Tag. Guten Tag. Es freut mich sehr, dass Sie sich doch noch durchringen konnten, mich zu treffen. Ich weiß, das ist ein schwerer Gang für Sie. Ja… Eigentlich wollte ich nie mehr hierherkommen. ULRICH CHAUSSY: Ist es okay, wenn ich das Tonband mitlaufen lasse? BIRGIT WENZEL: Aber es bleibt dabei, dass mein Name nicht erwähnt wird? ULRICH CHAUSSY: Wie besprochen. Ja? ULRICH CHAUSSY (tiefer Ausatmer) (Krähenlaute) ULRICH CHAUSSY: Sie sagten am Telefon, dass Sie sich am . September um viertel nach auf dem Nachhauseweg so langsam befanden? Ja, also wir sind hier entlang gelaufen, auf diesen großen Willkommensbogen zu.



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