SWR4 Studio Tübingen

SWR4 Studio Tübingen hören, Webradio Deutschland, Internetradio Qualität ausgestrahlt kontinuierliche Veröffentlichung.

Fügen Sie zu Ihrer Website.

So so, du findest meine Berichte also langweilig. Nein! Weißt du was? Die Bluse steht dir überhaupt nicht. (Beide lachen) Und…bitte. Vor drei Jahren starben auf dem Oktoberfest Menschen, wurden verletzt, davon schwer. Seit kurzem sind die Ermittlungen abgeschlossen, doch geklärt ist der Fall nicht. Köhler war nicht allein, das haben mir Tatzeugen berichtet. Zum Beispiel eine Zeugin, die Köhler unmittelbar vor der Detonation beobachtet hat. BIRGIT WENZEL:…und dann habe ich nach links geschaut und habe da diese zwei Männer gesehen. Die standen da über so einem Papierkorb gebeugt und die zogen da wie wild an so einer Plastiktüte, was weißes. Solch brisanten Aussagen wurde nicht nachgegangen. Eine weitere Zeugin: Ich hätte die ziemlich gut beschreiben können, für Phantombilder. Aber ich habe seit Oktober nie wieder etwas von der Polizei gehört. Die Ermittler kommen zu einem bequemen Ergebnis: Gundolf Köhler, der Einzeltäter. Die offenen Fragen werden nicht beantwortet. Was geschah wirklich am . September ? Wer war mit Gundolf Köhler in München? Und (über Radio) warum wird er als Einzeltäter dargestellt, wenn Aussagen vertrauenswürdiger Zeugen genau das Gegenteil belegen? RADIOSPRECHER: Damit sind wir am Ende im Abendjournal. Ich möchte Sie noch darauf aufmerksam machen, dass wir morgen um Uhr hier im Programm Bayern … Glückwunsch. …dieses Thema diskutieren werden. Und jetzt wünsche ich Ihnen noch einen schönen Abend. (Telefonklingeln) Es war sehr gut. ULRICH CHAUSSY: Danke. (Telefonklingeln) Chaussy? Wer sind Sie denn bitte? Was für Informationen? Großhesselohe, Pullach. Hallo? Hallo? Einfach aufgelegt. LISE CHAUSSY: Es ist mitten in der Nacht, woher hat der überhaupt unsere Nummer? Ich hab keine Ahnung, aber wir verstecken uns nicht gerade. Und du willst da jetzt wirklich einfach hinfahren? Er hat gesagt, er hat wichtige Informationen. LISE CHAUSSY: Soll ich mitkommen? Ja… Nein! Mach dir keine Sorgen, ich bin gleich wieder da. (Kusslaut, Tür fällt zu) Kommen Sie, wir gehen spazieren. (Feuerzeug klickt) (Durchfahrender Zug) ULRICH CHAUSSY: Sie hatten gesagt, Sie haben Informationen für mich? Darf ich Sie fragen, wer Sie sind? Fragen dürfen Sie schon. Aber ich werde es Ihnen nicht sagen. Kein Name und keinerlei Erwähnung von mir in Ihren künftigen Berichten, dann könnte ich Ihnen vielleicht weiterhelfen. Haben wir uns verstanden, Herr Chaussy? Was haben Sie mir denn zu erzählen? Ich werde Ihre Informationen gerne prüfen, aber…was machen wir hier? Das können Sie gerne versuchen. Nennen Sie mich meinetwegen „Meier“. Ist nicht mein richtiger Name, und Namen liefere ich Ihnen auch keine. Nur so viel: An dem, was damals passiert ist, glauben Sie mir, an allem, war ich ganz nahe dran. Wenn der Ministerpräsident erkältet war, wusste ich das. Wenn Menschen auf diese Weise auf der Wiesn sterben, kümmert es mich umso mehr. Die Situation war äußerst brisant, nicht aufgrund der Tat an sich, sondern insbesondere wegen der politischen Dimension. Mit Vorwürfen wie in Ihrem Bericht wäre ich daher vorsichtig. Sie bezichtigen ziemlich direkt unsere Polizei und Justiz der Unfähigkeit und Vertuschung.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.