Radioeins 95.8 FM Berlin

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Weißt du was? Ich werde doch nach Harvard kommen. Und in zehn Jahren erinnert sich keiner mehr an das hier. Du bleibst ein verdammter Jude. Und du bleibst ein Idiot. Ich bin ihr Vater. Und der Kavalier da, ist wohl ihr Onkel? Was wollt Ihr damit sagen? Dass Ihr mich durchlassen sollt. Mit Euch habe ich nicht geredet. Aber mit mir. Aber meine Herren, beruhigt Euch doch. Ich biete Euch was anderes, Theater. Ihr habt göttlich getanzt. Ihr müsst warten. Fragt den Vater nach dem Preis. Euer Vater ist mit allem einverstanden. Er kriecht im Staube vor mir. Wollt Ihr mit nach Paris? Weg, weg, ich muss mich konzentrieren. Ich bin hingerissen von Eurer Geschmeidigkeit. Ich verbitte mir das. Ich will Euch zum Theater bringen. Was glaubt Ihr, was ich hier mache? Nun, Ihr tanzt. Verdammt noch mal, ich will was haben für mein Geld. Wer seid Ihr? Und in welcher Truppe soll ich spielen? Meine Truppe ist das „Illustre Theater“. Und ich bin der erste Akteur. Das war jetzt viel zu kurz für den Preis. Seid Ihr Molière? Ich bin René du Parc. Der Vetter. Der Schöpfer seiner berühmten Possen. Mein Traum war schon immer das Theater. Ihr seid eben dafür bestimmt. Seiner Bestimmung kann niemand entgehen. Seid Ihr Hellseher? Am liebsten Euer Mann. Ihr macht keine Umwege. Der Weg zum Herzen geht immer geradeaus. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Einfach ja. Die Pforten des Theaters öffnen sich. Paris liegt Ihnen zu Füßen. So wie ich. Lasst mich nicht schmachten. Molière wartet, und ich habe Hunger. Ist das wahre Liebe oder spielt Ihr mir was vor? Sehe ich wie ein Lügner aus? Darf ich vorstellen? Das ist Marquise, meine Frau. Wo ist Molière? Er holt den Pfarrer. Er ist Trauzeuge. Sie gehört jetzt zu unserer Truppe. Das sind Armande, Madeleine und Geneviève. Da ist der niederträchtige Verführer, der meine Familie zerstört. Dieses Pärchen muss verheiratet werden, sonst tritt der Mann nicht auf. Und ohne ihn kein eifersüchtiger Schrei- berling. Ich will meine Tochter zurück. Gebt ihm die Frau zurück. Wollt Ihr mich zerreißen? Weg von der Braut! Ich bitte Euch, Hochwürden, waltet Eures Amtes. Halt! Halt! Es ist nicht statthaft ohne die Zustim- mung des Vaters. Da hört Ihr’s selbst. Und Ihr, mein Kind, was meint Ihr? Ich will seine Frau werden. Unter der Bedingung, dass ich nie wieder tanzen muss. Wir schreiten zur Trauung. Das ist meine Tochter. Ich hasse es, wenn mein Essen kalt wird. Das macht mir Blähungen. Wenn man seine Tochter weggibt, will das gut überlegt sein. Und wenn Ihr die ganze Nacht furzt, ich brauche Zeit, um zuzustimmen. Geht es Euch so hart an, anderen was zu geben? Nicht mehr als Euch. Wenn Ihr eine Vorstellung gebt, seht Ihr doch auch immer die Einnahmen. Ich biete Eurer Tochter mein Herz und eine Karriere in Paris. Ich möchte sagen, da muss ein Tausender drin sein. Warum gerät er so außer sich? Soviel verdient er in seinem Leben nicht. Gott will es so. Meine Tochter ist unbezahlbar. Er ist verrückt. Zwanzig. Fünfzig. Fünfzig? Willst du dich wegwerfen an diesen Kerl? Siebenundzwanzig. Nie und nimmer! Achtundzwanzig? Ich biete dreißig, und ich lasse nicht locker. Der Mann da ist mein Freund. Mein Bruder, mein René. Danke. Ich danke dir. Wenn Ihr nicht zustimmt, bekommt der Pfarrer zweifach zu tun. Nämlich Eure Beerdigung und unsere Hochzeit. Abgemacht. Wenn ich bitten darf? Willst du Marquise Therese zur Ehefrau nehmen? Willst du sie beschützen, in guten und schlechten Tagen? Ich will. Und du, Marquise Therese, willst du ihn zum Ehemann nehmen? Ich will. René, was bietest du ihr? Mein Vertrauen. Das ist gut. Amen. Bei Molière zu spielen, das ist eine große Ehre. Danke, Maman. Du hast jetzt deins. Komm her. Raus! Raus! Und jetzt, meine Damen und Herren: Der eifersüchtige Schreiberling. Oh weh, liebste Freundin, wie armen Geistes doch dein Vater ist. Und welche Finsternis in seiner Seele? Auch mich verwirrt das aufs Neue. Ich hoffe, dass eine Wendung des Schicksals mir bessere Zeiten beschert. Du hast alle Eigenschaften, die man dafür braucht. Und ich eigentlich auch. Noch mal von vorne. Oh weh, liebste Freundin, wie armen Geistes doch Radio Geschichten von Liebe und Eifersucht. Ihr werdet den großen Türken sehen. Jeder kommt auf seine Kosten. Der Handel ist geschlossen. Der Türke holt die Frau zum vereinbarten Preis ab. Er verkauft zu einem niedrigen Preis. Das ist doch eine Schande für Euch. Sie wird dir gehören, für immer und ewig. Nur dir und keinem anderen. Lebt wohl, Pantoffelheld. Lebt wohl, Monsieur. Zapperlot! Dieser Kerl verliert wirklich keine Zeit. Ich werde seine Ehefrau, diese Vettel, schon an den Mann bringen. Oder ich drehe ihm den Hals um, weil er auf meine süße Lucille ein Auge hat. Ich werde ihm zuerst Hörner aufsetzen. Sieh da, seine entzückende Dienerin. Nun denn. Was gibt es? Ich höre. Nur zu, sprich, mein Kind. Hat deine Herrin keine Nachricht für mich? Willst du mich warten lassen? Soll ich dir die Worte aus der Kehle reißen? Sie schweigt. Sie hat mir nichts zu sagen. Sie hat mir nichts zu sagen. Sie hüllet sich in Schweigen. Ich tanze! Ich springe! Ich hüpfe es! Mademoiselle, bitte, etwas lauter. Wir verstehen kein Wort.



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