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lernt man das Schwimmen am schnellsten. (Fanny) Mrs. Brown und Phoebe verbrachten den Rest des Tages damit, mir Mr. Crofts, dieses alte Ekel, schmackhaft zu machen. Als er pünktlich zur Zeit ankam, eröffneten mir beide, dass sie noch ein dringendes Rendezvous hätten. Sie überließen mich voller Vertrauen seinen feinnervigen Händen. Crofts war alles andere als feinnervig. Mit Präliminaren hielt er sich nicht auf. Im Gegenteil. Er griff voll hinein ins Menschenleben. Wirst du wohl herkommen, du kleines Biest. Da schmuggel ich mich extra in die Stadt. So was hier zu erleben. Jetzt krieg ich dich. Jetzt hab ich dich. Eine Ratte, du Penner! Da bist du? Ich hab für dich bezahlt. Also zier ich nicht so. Teures Geld hab ich für dich ausgegeben. Dafür verlange ich Leistung. Warte, jetzt hab ich dich. Jetzt reicht’s mir aber. Runter, runter mit dem ganzen Gefummel. Man kommt sich ja vor, als ob man ’ne Zwiebel im Arm hätte. Attacke! Einen Freier haben wir geschafft. Ist dir irgendwas passiert? Von wegen Jungfrau! Hornhaut muss die haben! Ich nehme an, dass sie schon irgend so ein Kirschenpflücker entjungfert hat! Draußen auf dem Land! Ich werd mir meine Kohlen von deiner Mrs. Brown zurückholen. Das war ja wohl ein Schuss in den Ofen. Und ich war grad so in Form. (Fanny) Mrs. Brown, der ich die ersten Guineas Verdienst beschert hatte, war bereits ungeheuer aktiv, um mich unter ihre Kunden zu bringen. Sie hatte Vorbereitungen getroffen, um den Gebrauchsartikel, für den Mr. Crofts schon eine hohe Zahlung geleistet hatte, ein zweites Mal zu verwerten. Mein sehr geschätzter, viel diskutierter und heiß umkämpfter Qualitätsbesitz wurde jetzt von ihr für ein Mitglied des Hochadels reserviert, das in den nächsten Tagen in der Stadt zurückerwartet wurde. Hey, Fanny. Fanny, komm mal her. Pst, wir müssen aber ganz leise sein. Was ist denn? (Fanny) Eines Nachts, als sich wieder Gäste bei Mrs. Brown angesagt hatten, ergriff Phoebe die Gelegenheit, meine Erziehung konsequent fortzusetzen. Komm mal hier über das Loch. Kuck dir das mal an. Was glaubst du, was sie da machen? Die küssen sich. Was sucht er denn da? Das Portemonnaie sicher nicht. Komm mal hier rüber. Warte mal. Ich muss sehen, was er sucht. Ist hier vielleicht ’n Zahn schärfer. Hier kann man ins Nebenzimmer kucken. Na? Hey, Fanny. Hier, das ist auch nicht schlecht. Komm mal her. Kannst dir mal ansehen, wie man so ’n blöden Herrscher unter Strom setzt. Fanny, komm her. Dreh dich besser um. Dann muss ich nicht so ein freundliches Gesicht machen. Und ab geht’s durch den Notausgang! Was macht er da? Warum schubst er die so? Na, damit sie nicht aus dem Bett fällt. Donnerlittchen! (Fanny) Erregt und irgendwie wachgerüttelt durch das, was ich in der letzten Nacht gesehen hatte, erwachte in mir ein Gefühl der Erwartung. Wie spät ist es? Oh, es ist gerade Uhr durch, Sir. Schöner Mist. Ich habe die halbe Nacht verschlafen. Ich hab zuviel getrunken. Gerade, als er gerade war, da brach er ab, was schade war. Na ja. Warum hab ich dich nicht gesehen? Ich hab oben geschlafen. In meinem Zimmer. Allein? Ja, allein. Du schläfst hier? Und arbeitest hier? Und bist nachts nicht im Einsatz? Warum lachst du denn so? Weil Sie das zu überraschen scheint. Ich bin auch überrascht. Du siehst nicht wie die anderen aus, die hier als Profis arbeiten. Für was für eine Sorte Mädchen halten Sie mich denn? Du bist süß. Und du wirkst ziemlich ungeknackt. Ich würde dich gerne küssen, wenn ich darf. Darf ich? (Fanny) Nachdem Charles gegangen war, so hieß der junge Mann, ging ich wieder ins Bett. Aber ich fand leider keinen Schlaf mehr. Ich drehte und wälzte mich von einer Seite unruhig auf die andere. Ich wurde den Gedanken an ihn nicht los. Wer ist da? Ich bin’s, Martha. Ein Gentleman gab gerade diesen Brief für dich ab. Aber Mrs. Brown darf nichts davon wissen. Gib her! Ist das geil! Was sagst du da? Ach nichts, Liebling. Typisch. Ich kann wieder dumm sterben. Das werde ich dir nie vergessen. Wir leben unter dem selben Dach, und ich habe Durchblick, glaub mir. Ja, den trau ich dir zu. Schlaf schön, Martha. Gegen wen? Ach herrje! Die Liebe hat zugeschlagen. Wenn ich dir irgendwie helfen kann, gib mir ein Zeichen. (Fanny) Am nächsten Morgen, kurz bevor die Sonne aufging, schlich ich nach unten, schloss leise die Vordertür auf, und floh aus dem Haus von Mrs. Brown. Na, da bist du ja. Ich hab schon gedacht, du hörst den Wecker nicht. Wir müssen uns nämlich beeilen, sonst kriegen wir ’ne Portion Ärger. So. Vollgas, mein Junge! (Musik) (Fanny) Wir fuhren ein paar Meilen zu einem Gasthaus außerhalb der Stadt. Charles hatte es fertig bekommen, ein Zimmer für uns beide zu mieten. Jetzt würde es nicht mehr lange dauern. Das erste Mal, wo ich in den Armen eines Mannes liegen würde, stand kurz bevor. Ich hatte so viel gesehen im Haus von Mrs. Brown. Aber ich wusste so wenig. Hoffentlich hatte Charles Geduld mit mir. (Romantische Musik) Ich hab dir doch nicht wehgetan, oder? Etwas. Aber das war nicht so schlimm. Warst du etwa noch Radio Ich war, ja. Das kann ich noch auf meine alten Tage? Es war die wunderbarste Sache. Ich bin dir sehr dankbar.



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